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Die richtigen Räder für die Seifenkiste – Teil 1

WELCHE ROLLE SPIELT DIE RADGRÖßE

Bei der Wahl der Radgröße spielen zwei Faktoren die entscheidende Rolle. Dies betrifft zum einen die Lagerreibung und zum anderen die Überwindung von Hindernissen. Hindernisse können sein: Kanten von Kanaldeckeln, Schlaglöcher, Steine und ähnliches. Will man diese immer umfahren, kostet dies Zeit und damit auch eventuell den Sieg. Deshalb gilt hier: Umso größer das Rad, umso geringer die Energie, die es für das Überwinden des Hindernisses braucht. In der Abbildung unten ist zu sehen, dass das kleinere Rad (unter gleichen Bedingungen) 3 mm mehr Höhe überwinden muss als das größere (übertriebene Darstellung).

Bei der angesprochenen Reibung handelt es sich erst mal nicht um die Rollreibung zur Straße, sondern um die Lagerreibung, unabhängig der Art der Lagerung. Hier gilt, je größer die Räder sind, desto weniger Umdrehungen werden für eine festgelegte Wegstrecke benötigt. Und je weniger sich das Rad drehen muss, desto weniger Lagerreibung tritt auf. Bei einer Streckenlänge von 2oo Metern dreht sich das 16“ Rad aus der oberen Zeichnung 163 mal, gegenüber dem 12“ Rad, welches sich 205 mal dreht. Das sind 25 % mehr Umdrehungen, was mehr Lagerreibung bedeutet.

Das heißt aber noch lange nicht, dass große Räder automatisch zu besseren Zeiten führen. Größere Räder haben auch ein größeres Trägheitsmoment und benötigen daher mehr Energie, um in Bewegung zu kommen. Eine optimale Größe stellen Räder mit einem Durchmesser von 12 Zoll bis 20 Zoll bzw. 300 mm bis 500 mm im Durchmesser dar. Hierbei haben klas-sische Speichenräder in der Regel auch das geringere Trägheitsmoment.

Dies ist ein Auszug aus dem Buch – SEIFENKISTENFABRIK Coole Kisten selber bauen – erhältlich hier im Shop

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